Die Toolbox

Werkzeuge, die du allein benutzen kannst.

Elf Werkzeuge zum Kopieren und Einfügen, in Claude, ChatGPT, Copilot oder Langdock. Kein Login, keine Mailadresse. Es sind dieselben Instrumente, mit denen wir selbst arbeiten, und jedes trägt ein Prüfdatum.

So funktioniert die Toolbox

Kopieren, einfügen, antworten. Was dabei herauskommt, gehört dir.

Übersicht: wie ein Werkzeug benutzt wird, warum Kontext etwas ändert, der Weg durch die Toolbox und wo sie aufhört.
AWie du ein Werkzeug benutzt
  1. 01KopierenPrompt, Vorlage oder Blatt aus der Liste unten. Ein Klick.
  2. 02EinfügenAls erste Nachricht in Claude, ChatGPT, Copilot oder Langdock. Keine Einrichtung, keine IT.
  3. 03AntwortenDas Werkzeug fragt nach, eine Frage pro Nachricht. Du erzählst, es sortiert.
  4. 04MitnehmenEin Dokument, eine Liste oder eine Zahl in Klartext. Es gehört dir und funktioniert in jedem Werkzeug.

Prüfliste, Arbeitsstil und Baseline-Blatt füllst du ganz ohne KI aus.

BWarum das etwas ändert
Ohne Kontext Die KI rät.
  • weiss nicht, wer du bist und für wen du schreibst
  • klingt richtig, aber nicht nach euch
  • du erklärst in jedem Chat von vorne
Mit deinem Profil Sie antwortet für eure Firma.
  • kennt Rolle, Beteiligte und eure Begriffe
  • hält deinen Ton und deine Verbote ein
  • Korrekturen bleiben, statt mit dem Chat zu verschwinden
CDer Weg durch die Toolbox, und was er dir bringt
  1. StartDiagnoseDu weisst, welcher Grund bei dir im Weg steht.Prüfliste
  2. 1KontextDie KI kennt dich.ArbeitsstilKontext an, ausFirmenprofilInterviewer
  3. 2FähigkeitenWiederkehrende Aufgaben laufen mit einer getesteten Anweisung.EntscheidungslandkarteAnweisungs-BauerMeeting zu Aufgaben
  4. 3LeitplankenDu weisst, was sie allein darf.Ampel
  5. 4PflegeDein Profil bleibt aktuell, Woche für Woche.Wochendurchgang
  6. 5WirkungDu siehst an Zahlen, was es bringt.Baseline-Blatt
Alle Werkzeuge

Elf Werkzeuge. Klick auf eines, und es öffnet sich.

Sortiert in der Reihenfolge, in der sie aufeinander aufbauen. Fang mit der Prüfliste an. Sie sagt dir, welches der anderen Werkzeuge bei dir zuerst etwas bringt.

Alle GründeBlatt
geprüft 11.09.2026

Die Prüfliste

Du weisst, welcher der sieben Gründe bei dir im Weg steht, und was diese Woche dagegen hilft.

Wiederkehrende Arbeit hört nicht auf, weil einer von sieben Gründen im Weg steht. Meistens sind es zwei oder drei zugleich.

Was du brauchst: zehn Minuten und einen Ablauf, der sich bei dir jede Woche wiederholt. Kein KI-Werkzeug, keine Daten, keine Vorbereitung.

So geht es: Nimm einen Ablauf. Nicht die Firma, nicht «KI allgemein». Einen Ablauf. Dann lies die sieben Blöcke und kreuze an, was zutrifft.

Prüfliste öffnen und ankreuzen
1 Kontext «Ich muss jedes Mal von vorne erklären»

Was das heisst: Das System weiss nichts über euch. Nicht das Modell ist zu schwach, es ist blind.

Diese Woche: Schreib eine einzige Seite darüber, wie du klingst und was du nie lesen willst. → Dein Arbeitsstil auf einer Seite

2 Zugang «Die Zahlen liegen woanders»

Was das heisst: Solange jemand die Daten hinträgt, bleibt der Mensch im Ablauf.

Diese Woche: Schreib für deinen Ablauf auf, welche Information er braucht und wo sie heute liegt. Eine Spalte «brauchen wir», eine Spalte «liegt wo». Zwanzig Minuten. Diese Liste ist die Voraussetzung für jeden späteren Schritt, und niemand kann sie dir abnehmen, weil nur ihr wisst, wo bei euch was liegt.

3 Fähigkeiten «Es kann etwas Ähnliches, aber nicht genau das»

Was das heisst: Die Aufgabe ist nirgends aufgeschrieben. Jedes Mal wird improvisiert.

Diese Woche: Nimm die Aufgabe, die du am häufigsten neu formulierst, und diktier einmal in fünf Minuten, wie du sie machst. Das ist der Rohstoff für eine Arbeitsanweisung.

4 Leitplanken «Allein machen lassen kann ich es nicht»

Was das heisst: Ohne Regeln hängt jeder Durchlauf an einem Menschen. Die Prüfung ist die Arbeit, die nicht aufhört.

Diese Woche: Beantworte für deine drei wichtigsten Abläufe eine einzige Frage: Was kostet es, diesen Fehler rückgängig zu machen? Was billig zu korrigieren ist, darf laufen. Was teuer ist, braucht eine Freigabe. Diese Frage kann jede Geschäftsleitung ohne Vorbereitung beantworten, und sie sortiert besser als jede Risikomatrix.

5 Menschen «Niemand bei uns kann beurteilen, ob das gut ist»

Was das heisst: Ohne Urteilsvermögen im Team wird jedes Ergebnis entweder blind übernommen oder blind verworfen.

Diese Woche: Führ den Vergleich einmal im Team vor. Dreissig Minuten. → Kontext an, Kontext aus

6 Pflege «Es hat mal funktioniert»

Was das heisst: Systeme verfallen leise. Nicht mit einer Fehlermeldung, sondern mit langsam schlechteren Antworten.

Diese Woche: Zwei Dinge, die nichts kosten. Nenn eine Person, die dafür zuständig ist. Und setz ihr einen wiederkehrenden Termin im Monat in den Kalender. Ohne beides stirbt jedes System, das ihr baut, innerhalb eines halben Jahres.

7 Wirkung «Keiner weiss, ob es etwas gebracht hat»

Was das heisst: Ohne Zahl vorher gibt es keine Zahl nachher. Und ohne Zahl traut sich niemand, den nächsten Schritt zu gehen.

Diese Woche: Nimm für diesen einen Ablauf auf, was er heute kostet. Eine Stunde. Nach dem Start ist das nie mehr erhebbar. → Das Baseline-Blatt

Auswertung

Zähl die Kreuze pro Block. Der Block mit den meisten ist dein Ansatzpunkt.

Bei Gleichstand nimm den Block, der weiter oben steht. Die Reihenfolge ist nicht zufällig: Was oben steht, trägt das, was darunter kommt.

Jeder der sieben Gründe hat einen Schritt, den du diese Woche selbst gehen kannst. Bei vier davon kommst du damit auch ans Ziel. Bei den anderen dreien (Zugang, Leitplanken, Pflege) ist der Schritt die Vorbereitung, und das Ziel braucht danach Arbeit an euren Systemen, Freigaben und jemanden mit Zeit. Das sagen wir lieber vorher als hinterher.

Gründe Allein zu lösen
1, 3, 5, 7: Kontext, Fähigkeiten, Menschen, Wirkung ja
2, 4, 6: Zugang, Leitplanken, Pflege Vorbereitung ja, Lösung nein
Danach, Beispiele und wenn es nicht gut wird

Was wir dabei beobachten

Die ersten drei Gründe nennen Leute von selbst. Die letzten vier nicht.

Kontext, Zugang und Fähigkeiten spürt man täglich. Man merkt, dass man jedes Mal von vorne erklärt, dass die Zahlen woanders liegen, dass das Ergebnis fast stimmt. Das sind die Sätze, die in einem Erstgespräch fallen, bevor man danach fragt.

Leitplanken, Menschen, Pflege und Wirkung fallen niemandem auf, solange nichts gebaut ist. Sie werden erst sichtbar, wenn etwas läuft, und dann als Enttäuschung. Das Ding, das im Frühling gute Ergebnisse lieferte, tut es im Herbst nicht mehr. Die eine Person, die es bedienen kann, ist in den Ferien. Und niemand kann sagen, ob sich etwas verändert hat, weil niemand gemessen hat, wie es vorher war.

Das hat eine unangenehme Folge für die Reihenfolge. Die vier unsichtbaren Gründe sind genau die, die man nur vorher billig lösen kann.

  • Eine Baseline lässt sich nur erheben, solange der alte Ablauf noch läuft. Danach nie mehr.
  • Leitplanken sind billig, solange man sie in einen Ablauf hineinbaut, und teuer, sobald man sie an einen bestehenden anflanscht.
  • Wer für die Pflege zuständig ist, klärt man in fünf Minuten am Anfang und in einer schmerzhaften Sitzung nach einem halben Jahr.

Was uns in der eigenen Arbeit am häufigsten begegnet ist: Das Wissen, das eine Firma zusammenhält, liegt in zwei oder drei Köpfen, und niemand hält das für ein Problem, solange diese Köpfe da sind. In einem Studio mit acht Leuten kam bei der Kontext-Arbeit heraus, dass eine einzige Person eine Kundenbeziehung operativ trug, von der ein erheblicher Teil des Umsatzes abhing. Das stand nirgends. Es fiel erst auf, als jemand die Fragen stellte, die diese Prüfliste stellt.

Und deshalb steht «Wirkung» hier an siebter und nicht an erster Stelle, obwohl es der Grund ist, mit dem wir anfangen würden. Wer bei den ersten drei Gründen einsteigt, kommt weiter. Wer zusätzlich eine Stunde investiert, um vorher zu messen, kann in einem halben Jahr belegen, dass es etwas gebracht hat. Ohne diese Stunde bleibt es ein Gefühl, und ein Gefühl gibt kein Budget frei.

KontextVorlage
geprüft 11.09.2026

Dein Arbeitsstil auf einer Seite

Eine Seite, nach der Entwürfe nach dir klingen statt nach niemandem.

Was am Ende dasteht: eine Seite, die du oben in jeden Chat kopierst oder als Anweisung hinterlegst. Danach klingen Entwürfe nach dir statt nach niemandem.

Warum ausgerechnet diese eine Seite: Von allem, was eine KI über dich wissen könnte, wirkt das hier am schnellsten. Nicht deine Rolle, nicht deine Ziele, sondern dein Ton und deine Verbote. Es ist die Seite, die entscheidet, wie viel du an einem Entwurf noch anfassen musst.

Was du brauchst: fünfzehn Minuten. Kein Werkzeug, kein Konto, keine Einrichtung.

Vorlage ansehen und kopieren
# Arbeits- und Kommunikationsstil: [Name]

## Wie ich arbeite
Geplant oder im Tun:
Zuerst Überblick oder zuerst Details:
Ich entscheide bei ungefähr ___ Prozent Information:

## Format
Aufzählung oder Fliesstext:
Übliche Länge:
So sieht eine gute Mail von mir aus:
[Eine echte Mail von dir hier einfügen. Nicht beschreiben, einfügen.]

## Ton
Intern:
Extern:

## Was die KI nie tun soll
Formulierungen, die ich nie wieder lesen will:
Woran ich sofort erkenne, dass ein Text von einer KI stammt:
Was mich an Entwürfen zuverlässig nervt:

Der Abschnitt, der die Arbeit macht

«Was die KI nie tun soll.» Wenn du nur fünf Minuten hast, füll nur diesen Teil aus.

Der Grund ist einfach: Zu beschreiben, was ein gutes Ergebnis ausmacht, ist schwer. Zu sagen, was einen stört, geht sofort. Beides führt zum selben Ziel, aber der zweite Weg ist der kürzere.

Und der Trick mit der echten Mail schlägt jede Beschreibung: Eine Mail, die du wirklich geschrieben hast, enthält mehr über deinen Ton als drei Absätze darüber, wie dein Ton sei.

Danach, Beispiele und wenn es nicht gut wird

Ein ausgefülltes Beispiel

Erfundene Person. Es geht um den Konkretheitsgrad, nicht um den Inhalt.

Wie ich arbeite Ich arbeite im Tun. Pläne über zwei Wochen hinaus halte ich selten ein, also schreibe ich sie kurz. Zuerst der Überblick, immer. Wenn die ersten drei Zeilen mir nicht sagen, worum es geht, lese ich nicht weiter. Ich entscheide bei rund 70 Prozent. Warten auf Sicherheit kostet mehr als ein korrigierter Entscheid.

Format Aufzählung bei allem Internen. Fliesstext nur bei Kundenbriefen. Interne Mails unter zehn Zeilen, Entscheid im ersten Satz, Begründung darunter.

Ton Intern: direkt, ohne Anrede, Vorname genügt. Extern: Sie-Form, freundlich, keine Superlative.

Was die KI nie tun soll Nie: «zeitnah», «im Rahmen von», «diesbezüglich», «Ich hoffe, diese Mail erreicht Sie gut». Keine Einleitung, die zusammenfasst, was ich gerade gefragt habe. Keine Aufzählung mit drei Punkten, wenn zwei reichen. Kein Gedankenstrich als Stilmittel.

Woran ich KI-Text erkenne: Alles ist gleich lang. Jeder Absatz hat dieselbe Form. Und es steht nie etwas Unbequemes drin.

So setzt du es ein

Der einfache Weg, überall möglich: Kopier deine Seite oben in den Chat, bevor du die Aufgabe stellst. Das funktioniert in jedem Werkzeug, auch ohne Projekte, Agenten oder Berechtigungen.

Der bequemere Weg, wenn dein Werkzeug es kann: als dauerhafte Anweisung hinterlegen, damit du sie nicht jedes Mal einfügst. Wie das geht, hängt vom Werkzeug ab und ändert sich ständig. Frag dein Werkzeug selbst danach.

Nach zwei Wochen

Schau die Seite noch einmal an. Was dich in der Zwischenzeit an Entwürfen gestört hat, gehört in die Nie-Liste. So wird die Seite mit jedem Ärgernis besser, statt auf dem Stand des ersten Tages zu bleiben.

KontextAnleitung
geprüft 11.09.2026

Kontext an, Kontext aus

Dieselbe Aufgabe zweimal gelöst, und wie viele Minuten Nacharbeit jede Fassung noch braucht.

Was du siehst: dieselbe echte Aufgabe zweimal gelöst. Einmal so, wie du es heute tust. Einmal mit ein paar Zeilen darüber, wer du bist. Der Unterschied braucht keine Erklärung.

Wofür du es brauchst: wenn du jemandem zeigen willst, warum Kontext etwas ändert, und Erklären nicht funktioniert.

Was du brauchst: dreissig Minuten und ein Chatfenster. Kein Projekt, keine Datei, keine Einrichtung, keine Freigabe.

Anleitung und Vorlagen ansehen

Vorbereitung, 5 Minuten

Wähl eine echte Aufgabe, die du ohnehin machen musst.

Sie taugt, wenn du das Ergebnis selbst beurteilen kannst, wenn Ton oder Beteiligte eine Rolle spielen, und wenn sie in zwei Durchläufen zu schaffen ist. Eine Kundenmail, ein Angebotsentwurf, eine Sitzungsvorbereitung.

Schlecht geeignet: Übersetzungen und reine Zusammenfassungen. Dort ändert Kontext wenig.

Schreib fünf bis zehn Zeilen über dich. Mehr braucht es für diese Vorführung nicht:

Ich bin [Rolle] bei [Firma, was ihr macht, wie gross].
Ich schreibe [kurz / ausführlich], [mit / ohne Anrede], Entscheid [zuerst / am Schluss].
Die Beteiligten in dieser Sache: [zwei, drei Namen und Rollen].
Was ich nie lesen will: [drei Formulierungen].

Wenn du schon eine Seite zu deinem Arbeitsstil hast, nimm die. → Dein Arbeitsstil auf einer Seite

Durchgang 1: Kontext aus, 5 Minuten

Neuer Chat. Nichts über dich. Genau so, wie du es normalerweise tust.

Stell die Aufgabe, mit demselben Wortlaut, den du sonst benutzt.

Bevor du weitermachst: Schreib auf, was am Ergebnis nicht stimmt. Drei bis fünf Punkte. Diese Liste ist gleich dein Prüfraster, und sie ist der eigentliche Ertrag dieser halben Stunde.

Durchgang 2: Kontext an, 5 Minuten

Neuer Chat. Zuerst deine fünf bis zehn Zeilen einfügen, dann dieselbe Aufgabe, derselbe Wortlaut.

Der Vergleich, 10 Minuten

Nebeneinander legen. Gegen deine Punkte prüfen, nicht gegen allgemeine Kriterien.

                              ohne Kontext   mit Kontext
Trifft meinen Ton                  ☐              ☐
Kennt die Beteiligten              ☐              ☐
Richtige Struktur und Länge        ☐              ☐

Meine Punkte aus Durchgang 1:
1. ______________________          ☐              ☐
2. ______________________          ☐              ☐
3. ______________________          ☐              ☐

Wie lange müsste ich noch daran
arbeiten, bis es rausgeht?        ___ Min        ___ Min

Die letzte Zeile ist die Zahl, die du behältst. Alles andere ist Eindruck.

Die Schleife, 5 Minuten

Der Schritt, den fast alle weglassen, und der einzige, der etwas bleibend verändert.

Nimm einen Punkt, der auch im zweiten Durchgang noch stört. Ergänz die Korrektur in deinen fünf bis zehn Zeilen, nicht im Chat. Dann lass die Aufgabe ein drittes Mal laufen.

Was dabei sichtbar wird: Das Ergebnis wird nicht besser, weil du besser gefragt hast. Es wird besser, weil etwas aufgeschrieben wurde. Das ist der Unterschied zwischen einem Werkzeug und etwas, das mit der Zeit wächst, und es ist der ganze Grund, warum sich der Aufwand lohnt.

Danach, Beispiele und wenn es nicht gut wird

Wenn du es im Team vorführst

Nimm die Aufgabe von jemand anderem, nicht deine. Sonst heisst es hinterher, es funktioniere eben bei dir.

Fang mit Durchgang 1 an, ohne Kommentar. Lass die Leute selbst sagen, was nicht stimmt. Wer die Fehler selbst benennt, glaubt hinterher auch die Verbesserung.

Lass die Bewertung offen. Die meisten im Raum arbeiten seit Jahren mit KI genau so wie in Durchgang 1, und das war bis jetzt völlig in Ordnung. Der Punkt der Übung ist nicht, dass etwas falsch gemacht wurde, sondern dass etwas fehlt.

Hör bei der Schleife auf, nicht beim Vergleich. Der Vergleich beeindruckt. Die Schleife ist das, was sie danach selbst können.

Wenn nichts passiert

Was du siehst Was zu tun ist
Kein sichtbarer Unterschied Die Aufgabe war zu generisch. Nimm eine, bei der Ton, Beteiligte oder interne Regeln zählen
Zweite Fassung kaum besser Meistens fehlen die Verbote. Schreib drei Formulierungen auf, die du nie lesen willst, und lauf noch einmal
Beide Fassungen schwach Sag es offen und mach die Schleife. Eine geschönte Vorführung kostet mehr Vertrauen, als sie bringt
KontextPrompt
geprüft 11.09.2026

Das Firmenprofil

Ein Profil eurer Firma auf einer Seite, aus öffentlichen Quellen, von dir korrigiert.

Was es tut: Die KI liest, was über euch öffentlich zu finden ist, und schreibt daraus einen Entwurf eures Firmenprofils. Du korrigierst, was falsch ist, und ergänzt, was draussen nicht steht. Eine halbe Stunde statt einer leeren Seite.

Warum das der schnellste Einstieg ist: Es ist das einzige Kontextdokument, das jemand anders für dich anfangen kann. Deine Rolle und deinen Stil kennt nur du. Was eure Firma macht, steht schon irgendwo.

Prompt ansehen und kopieren
Erstelle einen Entwurf für das Firmenprofil von [FIRMENNAME], [WEBSITE].
Dieses Profil wird später als Kontext für KI-Anwendungen verwendet.

## Zuerst: Beleg, dass du die Seite gelesen hast

Zitier den ersten Satz der Startseite wörtlich und nenn, wie viele Seiten du
gelesen hast. Kannst du das nicht, hast du die Seite nicht gelesen - dann sag
das offen und antworte stattdessen genau so:

  "Ich komme nicht auf die Seite. Kopier mir bitte die Startseite, die
   Leistungsseite und die Über-uns-Seite hier rein, eine nach der anderen.
   Ich warte, bis du fertig bist."

Rate nichts. Ein erfundenes Firmenprofil ist schlimmer als gar keines, weil es
später alle Antworten vergiftet.

Findest du mehrere Firmen mit diesem Namen, fragst du zuerst, welche gemeint ist.

## Was du erstellst

  # [FIRMENNAME]
  Website zuletzt erkennbar überarbeitet: [Jahr, wenn erkennbar]

  ## Was wir machen
  [Ein Satz, so wie man es einem Fremden am Apéro erklärt. Kein Marketingtext.]

  ## Branche und Markt
  ## Grösse       [Mitarbeitende, Standorte - nur wenn belegt]
  ## Leistungen   [je ein Satz, was es ist und für wen]
  ## Kunden       [siehe unten - meistens leer]
  ## Was uns unterscheidet   [siehe unten - meistens leer]
  ## Unsere Begriffe
  [Abkürzungen, Produktnamen, interne Bezeichnungen. Auch solche, die du nur
   aus dem Zusammenhang erschliesst - markier sie dann.]

## Regeln

- Jede Angabe aus einer Quelle bekommt am Zeilenende den Pfad in Klammern,
  nicht nur "(Website)". Also etwa (/leistungen).
- Was du nicht findest, markierst du als [OFFEN: ...].
- **Eine Ausnahme, und nur diese:** Findest du den einen Satz unter "Was wir
  machen" nirgends, schreibst du deine Ableitung hin und markierst sie als
  [ABGELEITET aus: ...]. Das ist der einzige Ort, an dem du ableiten darfst.
- Zahlen aus Quellen, die älter als zwei Jahre wirken, markierst du als [PRÜFEN].
  Belegt ist nicht dasselbe wie aktuell.
- Du übernimmst keine Werbesprache. "Führender Anbieter" lässt du weg.
- Nenn keine Personen ausser der Geschäftsführung.
- Die Abschnitte "Kunden" und "Was uns unterscheidet" stehen fast nie brauchbar
  auf einer Website. Lass sie leer und mach daraus zwei deiner fünf Fragen.
- Halte dich kurz. Eine Seite. Wenn gekürzt werden muss, fliegen Referenzprojekte
  und Auszeichnungen zuerst, Leistungen und Begriffe zuletzt.

## Deine fünf Fragen

Stell mir höchstens fünf Fragen, eine pro Nachricht. **Die erste lautet immer:**

  "Was macht ihr heute, das auf der Website nicht steht?"

Die weiteren wählst du selbst, zwei davon zu "Kunden" und "Was uns unterscheidet".
Korrigiere ich zwischendurch etwas am Entwurf, nimmst du das auf, auch wenn es
keine Antwort auf deine Frage war.

## Zum Schluss

Wenn ich alle Fragen beantwortet habe, gibst du **das vollständige Profil noch
einmal aus**, mit meinen Antworten eingearbeitet. Was von mir kommt, kennzeichnest
du mit (von dir). Erst damit ist die Sache fertig.
Danach, Beispiele und wenn es nicht gut wird

Und der eigentliche Nutzen kommt beim Korrigieren: Was die KI aus euren öffentlichen Quellen herausliest, ist ziemlich genau das, was ein neuer Mitarbeiter, ein Bewerber oder ein Kunde über euch versteht. Wenn das nicht stimmt, hast du gerade zwei Dinge gelernt.

Ein Hinweis, der dazugehört: Nicht jedes Werkzeug kann Webseiten lesen, und manche behaupten es und raten trotzdem. Deshalb verlangt der Prompt einen Beleg, den man nachprüfen kann: den ersten Satz der Startseite, wörtlich. Stimmt er nicht, war das Werkzeug nie dort.

Der wichtigste Teil kommt nach dem Entwurf

Lies ihn wie ein Aussenstehender. Stimmt das? Ist das, was ihr wirklich macht? Fehlt das Wichtigste?

Drei Dinge, die dabei oft auffallen und mehr wert sind als das Profil selbst:

  • Die Leistung, mit der ihr das Geld verdient, steht nicht auf der Website. Kommt häufiger vor, als man denkt.
  • Die Website beschreibt, was ihr vor drei Jahren gemacht habt.
  • Eure Begriffe erklären sich niemandem von aussen. Genau diese Liste braucht die KI später am dringendsten.

Das Profil ist erst fertig, wenn keine [OFFEN]-Stelle mehr drin ist, die wirklich zählt. Die anderen darfst du stehen lassen.

KontextPrompt
geprüft 11.09.2026, intern im Einsatz

Der Interviewer

Vier Dokumente über Rolle, Team, Prioritäten und Stil, die deine KI ab sofort kennt.

Was er tut: Er interviewt dich eine Stunde lang und schreibt daraus vier Dokumente, die deine KI ab sofort kennt. Was du tust, mit wem, was gerade zählt, und wie du klingst.

Warum nicht einfach selbst schreiben: Vor leeren Vorlagen entstehen allgemeine Sätze. «Legt Wert auf Qualität» ändert nichts. Ein Interview holt Namen, Zahlen und Beispiele heraus, weil jemand nachfragt und nicht lockerlässt.

Was du brauchst: eine Stunde ohne Störung und ein Chatfenster. Mit Spracheingabe wird es deutlich ergiebiger, weil Sprechen schneller geht als Tippen.

Prompt ansehen und kopieren

Ersetze die vier Platzhalter, dann einfügen.

Du bist Kontext-Interviewer. Deine Aufgabe: Du führst [DEIN NAME], [ROLLE] bei
[FIRMA] ([BRANCHE]), durch ein strukturiertes Interview und erstellst daraus vier
Kontext-Dokumente, die seine oder ihre KI-Anwendungen ab sofort nutzen.

## Rahmen

Sprache: Deutsch, Schweizer Hochdeutsch, "ss" statt "ß". Du siezt.
Ton: Direkt, sachlich, geerdet. Keine Begeisterungsformeln, kein Lob für Antworten,
kein "spannend" oder "sehr gut". Du bist ein guter Interviewer, kein Cheerleader.
Dauer: Ziel sind 60 Minuten. Du sagst zu Beginn, wie lange jeder Block dauert.

## Ablauf

Du arbeitest vier Blöcke der Reihe nach ab. Nach jedem Block schreibst du das
Dokument, zeigst es vollständig und holst die ausdrückliche Freigabe ein. Erst dann
beginnt der nächste Block. Du springst nie vor.

Block 1 - Rollenprofil (15 Min)                    -> rolle.md
Block 2 - Team-Kontext (10 Min)                    -> team-kontext.md
Block 3 - Prioritäten und Ziele (10 Min)           -> prioritaeten.md
Block 4 - Arbeits- und Kommunikationsstil (15 Min) -> arbeitsstil.md

## Wie du fragst

- Eine Frage pro Nachricht. Nie ein Fragenkatalog auf einmal.
- Offene Fragen. Nie Ja/Nein.
- Du fragst nach der Realität, nicht nach der Stellenbeschreibung. Statt
  "Was sind Ihre Aufgaben?" fragst du "Beschreiben Sie Ihren gestrigen Arbeitstag
  von morgens bis abends."
- Bei generischen Antworten hakst du genau einmal nach und verlangst ein Beispiel,
  eine Zahl oder einen Namen. Bleibt es generisch, notierst du es als offen und
  gehst weiter. Du bohrst nicht dreimal nach.
- Bei Widersprüchen fragst du neugierig nach, nicht konfrontativ: "Vorhin sagten
  Sie X, jetzt klingt es nach Y - wie passt das zusammen?"
- Der Mensch darf frei und ungeordnet sprechen. Du sortierst, nicht er.

## Was du aktiv anbietest

- Dokumente hochladen statt abtippen: Stellenbeschreibung, Organigramm, Ziele.
- Diktieren statt tippen.

## Qualitätsprüfung vor jeder Freigabe

Du prüfst jedes Dokument gegen diese Kriterien und nennst offen, was nicht passt:

1. Spezifisch - echte Namen, Zahlen, Beispiele. "Legt Wert auf Qualität" ist wertlos.
2. Aktuell - beschreibt den Ist-Zustand, nicht den Wunsch.
3. Erste Person - die Stimme der interviewten Person.
4. Datiert - jede Priorität trägt einen Zeitbezug.
5. Auslöserbasiert - bei Stakeholdern steht, WANN sie einzubeziehen sind.
6. Negativ definiert - es steht drin, was die KI nicht tun und nicht schreiben soll.
7. Unternehmenssprache - die Begriffe und Abkürzungen der Firma, nicht deine.

Du erfindest nichts. Fehlt eine Information, schreibst du [OFFEN: ...] in das
Dokument, statt eine plausible Formulierung zu erfinden.

## Blockfragen

Block 1 - Rollenprofil
- Beschreiben Sie Ihren gestrigen Arbeitstag von morgens bis abends.
- Wofür werden Sie bezahlt? Was wäre kaputt, wenn es Ihre Rolle nicht gäbe?
- Welche Aufgaben kommen jede Woche oder jeden Monat wieder? Wie viel Zeit kostet jede?
- Welche Werkzeuge nutzen Sie, und wofür genau?
- Wo warten Sie regelmässig auf andere? Wo warten andere auf Sie?
- Was machen Sie regelmässig, obwohl es jemand anders besser könnte?

Block 2 - Team-Kontext
- Wer berichtet an Sie, an wen berichten Sie?
- Wenn ein kritisches Problem auftaucht: Wer ruft wen an? Wer wird informiert,
  aber nicht gefragt?
- Bei welchen Entscheidungen müssen Sie jemanden einbeziehen - ab welcher Schwelle?
- Mit welchen Externen haben Sie zu tun, und worauf ist dabei zu achten?
- Was läuft bei Ihnen per Mail, was per Chat, was nur mündlich?

Block 3 - Prioritäten und Ziele
- Was sind die drei wichtigsten Dinge der nächsten zwölf Monate?
- Was hat Vorrang, wenn die Zeit knapp wird?
- Welche Termine stehen fest, und was passiert, wenn sie reissen?
- Woran wird Ihr Quartal gemessen?

Block 4 - Arbeits- und Kommunikationsstil
- Arbeiten Sie lieber durchgeplant oder im Tun? Nennen Sie ein Beispiel.
- Wollen Sie zuerst den Überblick oder gleich die Details?
- Wann entscheiden Sie: bei 70 Prozent Information oder erst wenn es belastbar ist?
- Wie klingt eine gute Mail von Ihnen? Zitieren Sie mir eine.
- Woran erkennen Sie sofort, dass ein Text von einer KI stammt?
- Welche Formulierungen wollen Sie nie wieder lesen?
- Was nervt Sie zuverlässig an Entwürfen, die Sie bekommen?

## Abschluss

Wenn alle vier Dokumente freigegeben sind:

1. Du empfiehlst, die Dateien dort abzulegen, wo sie leicht wiederzufinden sind,
   und sie bei Bedarf oben in den Chat einzufügen. Du nennst die Laderegel:
   Rollenprofil und Arbeitsstil immer, Team-Kontext und Prioritäten nur, wenn die
   Aufgabe sie braucht. Du erfindest keine Ablageorte, die du nicht kennst.
2. Du weist auf die monatliche Aktualisierung von prioritaeten.md hin und schlägst
   ein konkretes Datum vor.
3. Du schlägst den Wirksamkeitstest vor: eine echte, anstehende Aufgabe zweimal
   lösen - einmal ohne Profil, einmal mit. Du fragst, welche Aufgabe das sein soll.
4. Du listest alle [OFFEN: ...]-Stellen auf.
Danach, Beispiele und wenn es nicht gut wird

So läuft es ab

  1. Du fügst den Prompt ein und sagst «Los»
  2. Er fragt, eine Frage pro Nachricht, und lässt dich frei erzählen
  3. Nach jedem Block schreibt er das Dokument und zeigt es dir
  4. Er prüft es gegen sieben Qualitätskriterien und sagt offen, was noch zu dünn ist
  5. Erst nach deiner Freigabe geht es weiter
  6. Am Schluss: vier Dokumente, die Ablageempfehlung und die offenen Punkte

Optional mitbringen: Stellenbeschreibung, Organigramm, Zielvereinbarung. Hochladen schlägt abtippen.

Danach

Die vier Dokumente irgendwo ablegen, wo du sie wiederfindest. Eine Word-Datei genügt. Bei der nächsten Aufgabe fügst du Rollenprofil und Arbeitsstil oben in den Chat ein, bevor du fragst.

Dann der Vergleich, damit du siehst, was es gebracht hat. → Kontext an, Kontext aus

FähigkeitenPrompt
geprüft 11.09.2026

Die Entscheidungslandkarte

Eine sortierte Liste, womit sich das Anfangen bei dir lohnt, und warum nicht mit dem Naheliegenden.

Was sie tut: Sie geht mit dir durch, welche Entscheidungen du regelmässig triffst, woher du die Informationen dafür holst und was dich das kostet. Am Ende steht eine sortierte Liste, womit sich das Anfangen lohnt.

Wofür du sie brauchst: Der häufigste Fehler beim Start ist, mit der Aufgabe anzufangen, die einem gerade einfällt. Die ist fast nie die richtige. Die richtige erkennt man an vier Merkmalen, und die haben wenig damit zu tun, wie lästig sich etwas anfühlt.

Was du brauchst: eine knappe Stunde und einen ehrlichen Blick auf die letzten zwei Wochen.

Bevor du anfängst: Der Prompt fragt nach Entscheidungen, nicht nach Namen und nicht nach Zahlen.

Prompt ansehen und kopieren
Du erstellst mit mir eine Entscheidungslandkarte. Ich bin [ROLLE] bei [FIRMA].
Ziel: herausfinden, womit sich der Einsatz von KI bei mir zuerst lohnt.

## Bevor du anfängst

Frag mich nicht nach Namen von Kunden oder Mitarbeitenden und nicht nach internen
Zahlen wie Margen oder Löhnen. Wenn ich sie von selbst nenne, ersetzt du sie
durch eine Rolle.

## Wichtig für dich

Wir sprechen vor allem über Entscheidungen: Momente, in denen ich festlege, wie
es weitergeht. Eine Offerte freigeben, eine Agenda setzen, jemanden einplanen.

**Aber:** Wenn eine Aufgabe keine Entscheidung am Ende hat und trotzdem
regelmässig viel Zeit frisst, nimmst du sie als eigene Zeile auf und markierst
sie als "Weitergabe" statt "Entscheidung". Sitzungsnachbereitung ist so ein Fall.
Sie fällt sonst durch das Raster, obwohl dort oft die meiste Zeit liegt.

## Schritt 1 - Sammeln

Frag mich: "Geh die letzten zwei Wochen durch. Welche Entscheidungen hast du
getroffen, die in ähnlicher Form regelmässig wiederkommen?"

Sammle so viele, wie es gibt. **Fünf echte sind besser als zehn konstruierte.**
Wenn nach den Anstössen nichts mehr kommt, gehst du weiter.

Anstösse, nur einzeln und nur wenn ich stocke:
- Was entscheidest du jeden Montag?
- Wobei sagen Leute "das musst du noch freigeben"?
- Was hast du letzte Woche verschoben, weil dir eine Information fehlte?

Regelmässig heisst: **mindestens einmal im Quartal.** Was seltener kommt,
fliegt raus, egal wie wichtig es war.

## Schritt 2 - Vertiefen

Geh die Liste durch. **Frag pro Entscheidung in einer Nachricht nach allen
Angaben auf einmal**, als kurze Liste, und lass mich in einer Antwort antworten:

  Häufigkeit          Wie oft? Täglich, wöchentlich, monatlich?
  Informationsbedarf  Was musst du wissen, um sie zu treffen?
  Quelle heute        Woher holst du das jetzt?
  Aufwand bei dir     Wie lange brauchst DU dafür?
  Durchlaufzeit       Wie lange dauert es insgesamt, bis es entschieden ist?
  Schmerz             Was ist das eigentliche Problem?
  Was steht auf dem Spiel, wenn sie falsch getroffen wird?

Geschätzte Zahlen schreibst du mit einer Tilde davor: ~15 Min.

**Nach den ersten drei Entscheidungen gibst du die Tabelle bis dahin aus**, damit
ich sehe, ob wir uns verstehen. Dann machst du weiter.

Antworte ich mit einer Aufgabe statt einer Entscheidung, fragst du **höchstens
einmal** nach: welche Entscheidung steht am Ende davon? Kommt keine klare
Antwort, schreibst du die Aufgabe unverändert als "Weitergabe" auf die Liste und
gehst weiter. Du wiederholst die Frage nie wörtlich.

## Schritt 3 - Kontrolle und Landkarte

Zeig mir die vollständige Tabelle einmal zur Kontrolle, bevor du sortierst:

  Entscheidung/Weitergabe | Häufigkeit | Info heute | Aufwand bei dir |
  Durchlaufzeit | Schmerz | Was auf dem Spiel steht

## Schritt 4 - Sortieren

**Primär nach Stunden pro Jahr** (Häufigkeit mal Aufwand bei mir). Rechne sie aus
und schreib sie in eine eigene Spalte.

Bei ähnlichen Stundenzahlen entscheiden diese vier, je mehr desto weiter oben:
  1. Braucht Informationen aus mehreren Quellen
  2. Lange Durchlaufzeit im Verhältnis zum eigentlichen Aufwand
  3. Wird oft mit unvollständiger Information getroffen
  4. Es steht viel auf dem Spiel

Schreib darunter:

  HIER WÜRDE ICH ANFANGEN
  Die oberste Zeile, Begründung in zwei Sätzen, und welche Informationen an einem
  Ort liegen müssten. Das ist eine Voraussetzung, kein Lösungsvorschlag - nenn
  keine Werkzeuge und keine Systeme.

  DAS FÄLLT AUF
  Was auffällt, wenn man die Liste als Ganzes ansieht. Etwa: derselbe
  Informationsbedarf taucht bei vier Zeilen auf.
  **Wenn das Ergebnis das Naheliegende ist, sag das. Erfinde keine Überraschung.**

  DAS WÜRDE ICH LIEGEN LASSEN
  Welche Zeilen sich trotz Schmerz nicht lohnen, und warum. Sei deutlich.

## Regeln für dich

- Stell die Frage und warte auf meine Antwort. Beantworte ich mehrere auf einmal,
  ist das in Ordnung.
- Du schlägst keine Werkzeuge vor.
- Du erfindest keine Entscheidungen, die ich nicht genannt habe.
- Keine Zusammenfassung meiner Antworten.
Danach, Beispiele und wenn es nicht gut wird

Der Perspektivwechsel, auf den es ankommt: Nicht «welche Aufgabe könnte KI übernehmen», sondern «welche Entscheidung treffe ich regelmässig, und was brauche ich dafür». Aufgaben führen zu Automatisierung von Einzelschritten. Entscheidungen führen dorthin, wo die Zeit tatsächlich verschwindet: ins Zusammensuchen von Informationen, bevor überhaupt etwas entschieden wird.

Wie eine ausgefüllte Landkarte aussieht

Erfundenes Beispiel, damit die Form sichtbar wird.

Entscheidung Häufigkeit Info heute Aufwand Schmerz
Monatsreport vorbereiten monatlich fünf Systeme, von Hand zusammengestellt 3 bis 4 Stunden mühsam, fehleranfällig
Sitzungsagenda setzen wöchentlich Mail, Chat, eigene Notizen, Rückfragen 30 bis 45 Min verstreut, es geht regelmässig etwas vergessen
Offerte freigeben 2 bis 3 mal pro Woche CRM, Rückfrage beim Verkauf, Excel 15 bis 20 Min kein Überblick über ähnliche Offerten
Neue Person einplanen bei Bedarf Organigramm (veraltet), Rückfragen 30 Min keine aktuelle Übersicht über Auslastung

Was man daran sieht, und warum es nicht das Naheliegende ist: Der Monatsreport tut am meisten weh, drei bis vier Stunden. Aber er kommt zwölfmal im Jahr. Die Sitzungsagenda kostet weniger, kommt aber fünfzigmal, und braucht genau dieselben verstreuten Quellen. Im Jahr ist das mehr Zeit, und die Lösung trägt den Report gleich mit.

Der zweite Befund ist meistens der wertvollere: Drei der vier Zeilen scheitern an derselben Sache. Die Informationen liegen verstreut und teilweise veraltet. Das ist keine vier Probleme, das ist eines.

Danach

Nimm die oberste Zeile und miss sie, bevor du etwas änderst. → Das Baseline-Blatt

Dann bau die Anweisung dafür. → Der Anweisungs-Bauer

Und wenn die Landkarte zeigt, dass dein Engpass nicht bei den Informationen liegt, sondern bei Kapazität, bei Kundennachfrage oder bei einer Entscheidung, die niemand trifft, dann ist das ein ehrliches Ergebnis. KI ausserhalb des Engpasses macht dich schneller in Dingen, die dein Ergebnis nicht bewegen. Diese vierzig Minuten haben sich dann trotzdem gelohnt.

FähigkeitenPrompt
geprüft 11.09.2026

Der Anweisungs-Bauer

Aus «wie ich das mache» wird eine Arbeitsanweisung mit Testfällen.

Was er tut: Du erzählst einmal unsortiert, wie du eine wiederkehrende Aufgabe machst. Er baut daraus eine saubere Arbeitsanweisung und fragt dich nach Testfällen, an denen du prüfst, ob sie taugt.

Warum er sich lohnt: Er ist der einzige hier, der sich selbst vervielfacht. Wer damit drei eigene Anweisungen gebaut hat, braucht uns für die vierte nicht.

Bevor du erzählst: Der Prompt fragt nach Abläufen, nicht nach Namen und nicht nach Zahlen.

Prompt ansehen und kopieren
Ich habe eine Aufgabe, die bei mir regelmässig wiederkommt: [AUFGABE].
Du baust daraus eine Arbeitsanweisung, die ich künftig einfach einfügen kann.

## Bevor ich erzähle

Frag mich nicht nach Namen von Kunden, Mandanten oder Mitarbeitenden, nicht nach
Löhnen und nicht nach internen Zahlen wie Margen oder Preisuntergrenzen. Wenn ich
sie von selbst nenne, ersetzt du sie durch eine Rolle und sagst mir das.

Frag mich zuerst: "Machst du das selbst, oder beschreibst du, wie es jemand
anders macht?" Wenn jemand anders: Du baust die Anweisung trotzdem, markierst
aber alles, was ich nur vom Hörensagen weiss, mit [VOM HÖRENSAGEN].

## Schritt 1 - Zuhören

"Erzähl mir einmal frei, wie du das heute machst. Von dem Moment an, in dem du
merkst, dass es ansteht, bis zu dem Moment, in dem es erledigt ist. Ungeordnet
ist völlig in Ordnung, ich sortiere."

Danach höchstens fünf Rückfragen insgesamt, inklusive der drei aus Schritt 2.
Eine pro Nachricht.

## Schritt 2 - Die drei Fragen, die fast immer fehlen

Wenn ich sie nicht von selbst beantwortet habe:
  a) Woher kommen die Angaben, mit denen du arbeitest?
  b) Woran erkennst du, dass ein Ergebnis gut genug ist zum Rausschicken?
  c) Was darf auf keinen Fall passieren?

## Schritt 3 - Die Anweisung bauen

Genau diese Struktur:

  # Arbeitsanweisung: [Name]
  ## Wofür
  ## Wann du sie anwendest    (der Auslöser, "immer wenn ...", nicht "bei Bedarf")
  ## Was du dafür brauchst
  ## Schritte
  ## Wie das Ergebnis aussieht   (Format, Länge, Aufbau)
  ## Qualitätscheck, bevor du es mir gibst   (1 bis 5 Punkte)
  ## Was du dabei nie tust
  ## Offene Punkte

**Prüfbar heisst: allein am Ergebnis prüfbar, ohne eine zweite Quelle zu öffnen.**
Was eine Zusatzprüfung braucht ("steht nichts aus einem anderen Dossier drin"),
gehört unter "Was du dabei nie tust", nicht in den Qualitätscheck.
Lieber zwei echte Punkte als fünf mit Füllung.

Wenn ein Qualitätskriterium nur mit einer internen Zahl prüfbar wäre (Marge,
Preisuntergrenze, Schwelle), schreibst du einen Platzhalter und fragst nicht
nach der Zahl.

Alles, was ich nicht gesagt habe, markierst du als [OFFEN: ...]. **Eine
Überschrift ohne Inhalt bleibt leer mit [OFFEN]. Eine leere Überschrift ist ein
Ergebnis, kein Mangel.** Du füllst keine Lücke mit einer plausiblen Formulierung.

## Schritt 4 - Testfälle

Frag mich nach fünf Fällen aus den letzten Monaten, zu denen ich das richtige
Ergebnis noch kenne. **Erfinde keinen.** Habe ich weniger als fünf, nimmst du
die, die ich habe, und schreibst [OFFEN: weitere Testfälle].

Mindestens einer soll ein Ausnahmefall sein, nicht der Normalfall.

## Schritt 5 - Was jetzt zu tun ist

Ein Absatz: die Fälle durchlaufen, das Ergebnis mit dem vergleichen, was damals
herauskam, und die Anweisung nachschärfen.

Dabei gilt:
- **Was unter "Was du dabei nie tust" steht, kommt beim ersten Auftreten in die
  Anweisung.** Ein Fehler, der nie passieren darf, hat keine Toleranz.
- Für alles andere: zweimal ist ein Muster, einmal ein Ausreisser.

## Regeln für dich

- Eine Frage pro Nachricht.
- Du schreibst die Anweisung in meiner Sprache, mit meinen Begriffen, nicht in
  deiner.
- Du schlägst nicht vor, die Aufgabe zu automatisieren. Frag ich danach,
  antwortest du: erst wenn sie im Gespräch an echten Fällen zuverlässig läuft,
  vorher verlagert Automatisierung die Nacharbeit nur nach hinten.
- Keine Zusammenfassung dessen, was ich gesagt habe. Fang mit der Anweisung an.
Danach, Beispiele und wenn es nicht gut wird

Welche Aufgabe sich eignet

  • Sie kommt mindestens zweimal im Monat
  • Du formulierst die Aufforderung jedes Mal neu
  • Das Ergebnis ist fast richtig, und der Rest kostet am meisten Zeit

Welche nicht: etwas Seltenes, etwas ohne klares Ergebnis, oder etwas, bei dem die Qualität reine Geschmackssache ist.

Eine Aufgabe, bei der es nur halb funktioniert: Alles, wo Preise im Spiel sind. Ein prüfbares Qualitätskriterium wäre dort eine Zahl (eine Marge, eine Untergrenze), und die gehört nicht in ein KI-Werkzeug. Die Anweisung bleibt dann ein Gerüst mit einem Platzhalter, und das ist in Ordnung.

Danach

Erst prüfen, dann benutzen. Eine Anweisung ist fertig, wenn sie echte Fälle überstanden hat, für die du das richtige Ergebnis schon kennst. Nicht, wenn sie geschrieben ist.

Erst dann automatisieren, wenn überhaupt. Solange die Ergebnisse im Gespräch nicht sitzen, verlagert eine automatische Ausführung die Nacharbeit nur dorthin, wo sie teurer ist.

Und dann die nächste. Die zweite Anweisung geht deutlich schneller, weil du weisst, worauf es ankommt.

Wenn es hakt

Was du siehst Woran es liegt
Der Qualitätscheck klingt gut und lässt sich nicht prüfen Typischer Fall. Streich alles, wofür du eine zweite Datei öffnen müsstest
Viele [OFFEN] Richtig so. Das sind die Stellen, die du im Kopf hast und nie aufgeschrieben hast
Die Anweisung beschreibt die Arbeit von jemand anderem Dann gib sie dieser Person zum Korrigieren, bevor du sie benutzt
FähigkeitenPrompt
geprüft 11.09.2026

Meeting zu Aufgaben

Aus einer Stunde Reden werden Entscheide, Aufgaben mit Wer und Bis wann, und offene Punkte.

Was es tut: Du wirfst ein Transkript oder deine Notizen hinein und bekommst vier Listen: was entschieden wurde, wer was bis wann macht, was offen blieb, und was dir auffallen sollte.

Warum ausgerechnet das: Es ist die eine wiederkehrende Aufgabe, die es in fast jedem Betrieb gibt und die fast nirgends sauber läuft. Sitzungen erzeugen Arbeit, aber die Arbeit steht danach in niemandes Liste.

Was du brauchst: ein Transkript. Fast jedes Besprechungswerkzeug erzeugt heute eines. Stichworte gehen auch. Dann fällt das Ergebnis kürzer aus, weil der Prompt nur festhält, was tatsächlich dasteht.

Bevor du ein Protokoll einfügst: Darin stehen Kundennamen, Personalthemen und manchmal Zahlen, die nicht hinausgehören.

Prompt ansehen und kopieren
Du wertest Sitzungen bei [FIRMA] aus. Es handelt sich um [SITZUNGSART].
Ich bin [WER SCHREIBT]. Die Sitzung fand am [DATUM] statt.
Ich gebe dir gleich ein Transkript oder Notizen.

## Was du lieferst

Immer genau diese vier Abschnitte, in dieser Reihenfolge, ohne Einleitung.
Jeder Abschnitt darf leer sein. Wenn es dort nichts gibt, schreibst du "nichts".
Du füllst keinen Abschnitt um des Formats willen.

1. ENTSCHIEDEN
   Was wirklich entschieden wurde, je eine Zeile.
   "Wir sollten mal" ist kein Entscheid. Wenn unklar bleibt, ob etwas entschieden
   wurde, gehört es in Abschnitt 3, nicht in Abschnitt 4.

2. AUFGABEN
   Tabelle: Was | Wer | Bis wann | Woran man sieht, dass es erledigt ist
   - "Wer" ist eine Person. Wurde niemand genannt, schreibst du >> WER FEHLT <<.
     Steht nur ein Kürzel da, übernimmst du das Kürzel und setzt
     >> NAME PRÜFEN << dahinter. Initialen sind keine Person.
   - "Bis wann" ist ein Datum. Relative Angaben rechnest du auf [DATUM] um.
     Wurde eine Frist genannt, aber nicht datiert ("bis zur Eingabe", "bald"),
     schreibst du sie wörtlich hin und setzt >> DATUM FEHLT << dahinter.
     Wurde gar keine genannt: >> TERMIN FEHLT <<. Du erfindest keine Termine.
   - Die vierte Spalte füllst du nur, wenn im Gespräch gesagt wurde, was am Ende
     vorliegen muss. Sonst >> NICHT GESAGT <<. Du denkst dir kein Kriterium aus.
   - Du erfindest keine Aufgaben, die niemand ausgesprochen hat.
   - Ein Fragezeichen ist keine Zusage. Aus einer Notiz, die eine Frage ist
     ("X mahnen? oder abschreiben"), machst du keine Aufgabe, sondern einen
     Punkt in Abschnitt 3.

3. OFFEN GEBLIEBEN
   Was diskutiert und nicht abgeschlossen wurde, und woran es lag:
   Information fehlte, die zuständige Person war nicht da, es wurde vertagt,
   oder es ist im Gespräch untergegangen. Wurde der Grund nicht gesagt,
   schreibst du >> GRUND UNKLAR <<. Du wählst keinen Grund aus der Liste,
   nur weil er passen könnte.
   Hierher gehört auch: ein Punkt, der wie ein Entscheid klang, aber an eine
   Bedingung oder an eine andere Instanz gebunden wurde. Mit der wörtlichen
   Formulierung, die wie ein Entscheid klang.

4. MIR AUFGEFALLEN
   Höchstens drei Punkte. Zum Beispiel: ein Entscheid, der einem früheren
   widerspricht. Eine Person, die auffällig viel übernimmt. Ein Thema, über das
   lange geredet wurde, ohne dass etwas daraus folgt.
   Wenn nichts auffällt, schreibst du "nichts".

## Regeln

- Du gibst nicht wieder, was gesagt wurde. Du gibst wieder, was daraus folgt.
  Kein Verlaufsprotokoll, keine Zusammenfassung. Fang mit ENTSCHIEDEN an.
- Wörtliche Zitate nur, wenn die genaue Formulierung zählt, etwa bei einer
  Zusage gegenüber einem Kunden.
- Wenn jemand etwas zugesagt hat, ohne es als Aufgabe zu formulieren, nimmst du
  es trotzdem in Abschnitt 2 auf. Zusagen sind Aufgaben.
- Du bewertest niemanden. Auch nicht in Abschnitt 4.
- Sprache: Deutsch, Schweizer Rechtschreibung mit ss.
Danach, Beispiele und wenn es nicht gut wird

Zwei Handgriffe, die viel ausmachen

Prüf die Marker, bevor du etwas verschickst. Alles mit >> ist eine Lücke, die der Prompt bewusst offengelassen hat, statt sie zu füllen. Das sind meistens zwei bis fünf Stellen pro Sitzung, und es sind genau die Aufgaben, die sonst still verschwinden. Zwei Minuten am Schluss der Sitzung klären sie.

Schick das Ergebnis noch am selben Tag in die Runde. Der Wert entsteht dadurch, dass alle dieselbe Liste sehen, solange sie sich erinnern. Ein Protokoll nach drei Tagen wird nicht mehr korrigiert, sondern ignoriert.

Wenn es nicht gut wird

Was du siehst Woran es liegt
Es kommt ein Verlaufsprotokoll statt einer Liste Der Prompt ist abgeschnitten angekommen. In zwei Teilen einfügen
Erfundene Termine oder Abnahmekriterien Ergänze: «Lieber >> TERMIN FEHLT << als ein geratenes Datum»
Abschnitt 4 ist immer voll und immer belanglos Ergänze: «Nur was mich als Führungskraft wirklich stutzig machen würde»
Aus Stichworten werden zu viele Aufgaben Das ist das Zeichen, dass der Prompt rät. Ergänze: «Was nicht wörtlich dasteht, wird keine Aufgabe»
LeitplankenPrompt
geprüft 11.09.2026

Die Ampel

Pro Schritt eines Ablaufs: was die KI allein darf, was nachfragen muss, was eine Freigabe braucht.

Was sie tut: Sie geht einen Ablauf mit dir durch und sortiert jeden Schritt danach, was es kostet, ihn rückgängig zu machen. Am Ende steht, was ohne Rückfrage laufen darf, was nachfragen muss und was auf eine Freigabe wartet.

Warum nach Korrigierbarkeit: Weil man darüber streiten kann, was wichtig ist, aber nicht darüber, was ein Fehler kostet. Die Frage «was kostet es, das rückgängig zu machen» kann jede Geschäftsleitung ohne Vorbereitung beantworten.

Welcher Ablauf sich eignet: einer mit mindestens vier Übergaben oder mindestens drei Tagen Durchlaufzeit. «Offerte freigeben» allein ist ein Handgriff, kein Ablauf.

Was du brauchst: rund eine Stunde. Kein Vorwissen zu Governance.

Bevor du anfängst: Der Prompt fragt nach Abläufen, nicht nach Namen und nicht nach Zahlen.

Prompt ansehen und kopieren
Du hilfst mir festzulegen, was eine KI in einem Arbeitsablauf allein tun darf.
Ich bin verantwortlich bei [FIRMA], [BRANCHE]. Der Ablauf heisst: [ABLAUF].

## Bevor du anfängst

Frag mich nicht nach Namen von Kunden, Mandanten oder Mitarbeitenden, nicht nach
Löhnen und nicht nach internen Zahlen wie Margen oder Preisuntergrenzen. Wenn ich
sie von selbst nenne, ersetzt du sie durch eine Rolle und sagst mir das.

Wenn ich frage, wo meine Eingaben landen: Das hängt am Konto, nicht am Werkzeug.
Ein privates Gratis-Konto ist etwas anderes als ein Firmenkonto mit Vertrag.
Antworte das, verweis auf «Was gehört nicht hinein», und frag dann, ob wir
weitermachen. Du weichst dieser Frage nicht aus.

## Schritt 1 - Ablauf zerlegen

Frag mich nach dem Ablauf und zerleg ihn in Schritte. Ein Schritt ist alles, was
einen erkennbaren Zwischenstand erzeugt. **Wartezeiten sind keine Schritte, aber
du nimmst sie als eigene Zeile auf**, denn dort liegt oft die meiste Zeit.
Zeig mir die Liste und lass sie mich korrigieren, bevor du weitergehst.

## Schritt 2 - Pro Schritt die Kostenfrage

Geh die Schritte einzeln durch, eine Frage pro Nachricht:
"Wenn die KI diesen Schritt falsch macht und es fällt erst später auf - was
kostet es, das rückgängig zu machen? In Zeit und in Grössenordnung."

Antworte ich ausweichend ("kommt drauf an"), fragst du genau einmal nach, und
zwar konkret: "Nenn mir den teuersten Fall der letzten zwölf Monate."
Bleibt es danach offen, schreibst du in die Zelle [KOSTEN UNKLAR: ...] und
vergibst keine Farbe. Du erfindest keine Einschätzung.

Frag zusätzlich einmal pro Schritt: "Merkt das jemand ausserhalb der Firma?"
Das ist eine eigene Spalte, keine Farbe.

## Schritt 3 - Einsortieren

Die Farbe beschreibt **nur** die Korrigierbarkeit, nichts anderes:
  GRÜN - im Tagesgeschäft korrigierbar, ohne dass jemand von aussen mitwirken muss
  GELB - korrigierbar, aber es kostet spürbar Zeit oder eine zweite Person
  ROT  - nicht ohne fremde Mitwirkung rückgängig zu machen

Aussenwirkung steht daneben, nicht darin. Ein Schritt kann grün sein und trotzdem
nach aussen sichtbar - das ist eine andere Entscheidung, und die trifft der Mensch.

## Schritt 4 - Was du dem System gar nicht erst gibst

Nur bei Schritten, die etwas **auslösen**: senden, buchen, löschen, zusagen,
bestellen. Nicht bei Schritten, die ein Urteil sind.

Frag: "Welche dieser Aktionen würdest du dem System gar nicht erst geben wollen?"

Ob das technisch machbar ist, beantwortest du nicht - du kennst die Systeme nicht.
Was ich nicht weiss, schreibst du als [FÜR DIE IT: ...].

**Die Farbe ändert sich dadurch nicht.** Ein roter Schritt bleibt rot. Du
ergänzt nur die Spalte "Wie gebaut", zum Beispiel: Entwurf statt Versand.
Die Farbe beschreibt den Schaden, nicht die Absicherung.

## Schritt 5 - Das Blatt ausgeben

Tabelle: Schritt | Was die KI tut | Farbe | Aussenwirkung | Wie gebaut | Wer gibt frei

"Wer gibt frei" ist genau eine Zuständigkeit, nicht ein Gremium. **Eine Funktion
genügt, ich brauche keinen Namen.**

Darunter drei Abschnitte:
- "Was wir dem System nicht geben" - die Ergebnisse aus Schritt 4
- "Woran wir merken, dass etwas schiefgeht" - was protokolliert oder geprüft wird
- "Offene Punkte" - alle [KOSTEN UNKLAR], [UNKLAR] und [FÜR DIE IT]

## Regeln für dich

- Eine Frage pro Nachricht.
- Du übernimmst meine Einschätzung der Korrekturkosten. Einmal nachfragen, dann
  gilt meine Antwort - oder [KOSTEN UNKLAR].
- Kann ich einen Schritt nicht erklären, ist das ein Befund: [UNKLAR: ...],
  weitergehen.
- [RECHTLICH PRÜFEN: ...] setzt du **nur**, wenn das Ergebnis eines Schritts die
  Firma verlässt oder bei einer Behörde landet. Nicht, weil die Branche reguliert
  ist - sonst steht es überall und sagt nichts.
- Am Schluss keine Zusammenfassung meiner Antworten. Nur das Blatt.
Danach, Beispiele und wenn es nicht gut wird

Ehrlich zur Einschränkung: Die Antwort fällt trotzdem nicht bei allen gleich aus. Ob ein Fehler teuer ist, hängt davon ab, wann er auffällt. Deshalb fragt der Prompt nach dem teuersten Fall der letzten zwölf Monate und nicht nach einem Durchschnitt.

Was du mit dem Blatt machst

Sofort brauchbar, auch ohne KI im Ablauf. Die Tabelle beschreibt, wo bei euch heute schon jemand hinschauen muss. Das meiste gilt genauso für neue Mitarbeitende und Temporäre.

Der Abschnitt «Was wir dem System nicht geben» ist der wertvollste. Er enthält die Punkte, bei denen ihr euch später keine Regel merken müsst, weil die Sache gar nicht erst möglich ist.

Was jetzt noch nicht geht: Das Blatt in einem echten System durchsetzen. Das braucht Zugriffe, Protokollierung und eine Notabschaltung. Damit seid ihr bei eurer IT. Die Punkte unter [FÜR DIE IT] sind genau die Liste, mit der man dort hingeht.

Wenn es hakt

Was du siehst Was zu tun ist
Fast alles wird rot Die Farbe wurde mit Aussenwirkung vermischt. Frag nur: kann ich es allein rückgängig machen?
Viele [KOSTEN UNKLAR] Richtig so. Das sind die Schritte, bei denen niemand weiss, was ein Fehler kostet, und das ist ein Befund, kein Mangel
Der Ablauf ist nach drei Schritten zu Ende Er war zu klein. Nimm einen mit mehr Übergaben
PflegePrompt
geprüft 11.09.2026

Der Wochendurchgang

Die Zeilen in deinem Profil, die diese Woche zu ändern sind, und neue Regeln aus deinen Ärgernissen.

Was er tut: Einmal pro Woche geht er mit dir durch, was sich geändert hat und was dich an KI-Ergebnissen gestört hat. Zehn Minuten. Am Ende weisst du, welche Zeilen in deinem Profil zu ändern sind.

Der zweite Teil ist wichtiger als der erste: Was dich an einem Ergebnis gestört hat, korrigierst du sonst und vergisst es. Wer die Korrektur aufschreibt, macht aus jedem Ärgernis eine Regel.

Was du brauchst: dein Profil und einen festen Termin von zehn Minuten. Ohne Profil funktioniert der Durchgang nicht. Er hat dann nichts, worin er etwas ändern könnte. → Dein Arbeitsstil auf einer Seite

Prompt ansehen und kopieren
Du führst mit mir den Wochendurchgang. Ziel: zehn Minuten, danach weiss ich,
was in meinem Profil zu ändern ist.

## Bevor du anfängst

Wenn ich mein Profil nicht eingefügt habe, fragst du danach und stellst keine
Frage, bevor es da ist. Ohne Profil gibt es nichts zu ändern.

Ich sage dir zu Beginn, der wievielte Durchgang das ist. Wenn ich es nicht sage,
fragst du in einem Wort.

Wenn ich dir die Ausgaben der letzten Wochen mit einfüge, nutzt du sie für den
Abschnitt AUFGEFALLEN. Ohne sie lässt du diesen Abschnitt leer.

## Ablauf

Du stellst genau fünf Fragen, eine pro Nachricht, in dieser Reihenfolge. Du
kommentierst meine Antworten nicht und fasst sie nicht zusammen.

Höchstens eine Nachfrage pro Frage. Bleibt es danach vage, schreibst du keine
Änderung, sondern setzt den Punkt unter FEHLT IM SYSTEM.

1. "Was hat sich diese Woche an deinen Prioritäten geändert? Was ist erledigt
   und kann raus? Und was kommt in den nächsten vier Wochen auf dich zu, von
   dem dein Profil nichts weiss?"

2. "Was hat sich bei den Menschen oder Projekten geändert, von dem dein Profil
   noch nichts weiss? Neue Person, jemand weg, Projekt gestartet oder gestorben?"

3. "Was hat dich diese Woche an einem KI-Ergebnis gestört? Auch Kleinigkeiten.
   Vor allem Kleinigkeiten - die kommen jede Woche wieder."

4. "Gab es eine Aufgabe, die du zum zweiten oder dritten Mal gleich gemacht hast?"

5. "Gibt es etwas, das du vom System erwartet hättest und das nicht kam?"

## Was du danach lieferst

Nur das, nichts anderes:

  SOFORT, NICHT ERST FREITAG
  [Nur wenn eine Antwort eine Kündigung, eine Reorganisation, eine neue
   Vorgesetzte oder einen Strategiewechsel enthält. Dann zuoberst und mit dem
   Hinweis, dass das nicht in den Wochenrhythmus gehört, sondern sofort ins
   Profil. Sonst diesen Block ganz weglassen.]

  ÄNDERN
  Abschnitt · alte Zeile · neue Zeile
  [Konkrete Textänderungen, keine Empfehlungen. Wenn nichts zu ändern ist:
   "nichts".]

  NEUE REGEL
  [Aus Frage 3: der Satz, der in dein Arbeitsstil-Blatt gehört, wörtlich
   formuliert, zum Einfügen. Höchstens zwei pro Woche.
   Wenn dich nichts gestört hat, schreibst du "keine". Aus einer Antwort, die
   kein Ärgernis war, leitest du keine Regel ab.]

  KANDIDAT FÜR EINE ANWEISUNG
  [Aus Frage 4: falls eine Aufgabe zum zweiten oder dritten Mal auftauchte,
   benennst du sie und sagst in einem Satz, warum sie sich lohnt.
   Sonst: "noch keiner".]

  FEHLT IM SYSTEM
  [Aus Frage 5: was du erwartet hast und was nicht kam, in einem Satz, plus die
   eine Angabe oder Datei, die gefehlt hat. Hierher kommt auch, was nach einer
   Nachfrage vage geblieben ist. Wenn nichts: "nichts".]

  AUFGEFALLEN
  [Höchstens ein Satz, und nur wenn ich dir frühere Durchgänge mitgegeben habe.
   Etwa: dieselbe Priorität steht seit vier Wochen unverändert. Ohne frühere
   Durchgänge: leer lassen.]

## Regeln für dich

- Fünf Fragen, nicht mehr. Der Durchgang muss in zehn Minuten fertig sein.
- Du schlägst keine Verbesserungen an meiner Arbeitsweise vor. Du pflegst nur.
- Du schreibst keine Änderung, die ich nicht gesagt habe. Aus "per Ende Jahr"
  machst du kein Datum.
- Keine Begrüssung, keine Zusammenfassung. Erste Nachricht ist Frage 1.

## Jede vierte Woche

Wenn ich sage, dass es der vierte Durchgang ist, hängst du eine sechste Frage an:
"Stimmt dein Rollenprofil noch? Hat sich geändert, wofür du zuständig bist, mit
welchen Werkzeugen du arbeitest, oder wo deine Zeit hingeht?"
Das ist die mittlere Schicht. Sie braucht keinen Wochenrhythmus, aber einmal im
Monat muss jemand hinschauen.
Danach, Beispiele und wenn es nicht gut wird

Warum wöchentlich und nicht monatlich: Kontext veraltet in drei Geschwindigkeiten.

Geschwindigkeit Was sich ändert Rhythmus
Schnell Prioritäten, Projektstände, wer woran ist, Termine täglich bis wöchentlich
Mittel Teamveränderungen, neue Werkzeuge, Prozesse monatlich bis quartalsweise
Langsam Strategie, Marktposition, Geschäftsmodell jährlich

Die Falle: Man pflegt die langsame Schicht und ignoriert die schnelle. Aber die schnelle beeinflusst jede einzelne Antwort. Ein Prioritätenblatt, das sechs Wochen alt ist, vergiftet alles darauf Aufbauende, unbemerkt, weil die Antworten weiterhin plausibel klingen.

Sofort machen, nicht bis Freitag warten

Diese Ereignisse machen ein Profil in Stunden falsch statt in Wochen. Der Prompt erkennt sie und schreibt es oben hin, aber du musst nicht auf ihn warten.

Was passiert Was sofort zu ändern ist
Neue Vorgesetzte, neues Geschäftsleitungsmitglied Team-Kontext, Entscheidungswege
Reorganisation Team-Kontext, Zuständigkeiten
Neues Produkt oder neuer Markt Firmenprofil, Prioritäten
Strategiewechsel Prioritäten, Ziele
Jemand Wichtiges geht Team-Kontext, und die Frage, was nur diese Person wusste

Wenn du ihn dreimal ausgelassen hast

Dann ist das kein Disziplinproblem, sondern ein Terminproblem. Häng den Durchgang an etwas an, das ohnehin stattfindet: das letzte Meeting der Woche, die Zugfahrt, der Moment, in dem du den Rechner zuklappst.

Und wenn er dann immer noch nicht passiert: Das Profil ist wahrscheinlich zu gross. Ein Profil, das sich nicht in zehn Minuten pflegen lässt, ist für eine Einzelperson zu ausführlich.

WirkungBlatt und Excel
geprüft 11.09.2026, Excel-Formeln geprüft

Das Baseline-Blatt

Was ein Ablauf dich heute im Jahr kostet, in Franken, aus deinen eigenen Angaben.

Was am Ende dasteht: eine Zahl. Was dieser eine Ablauf dich im Jahr kostet, in Franken, aus deinen eigenen Angaben.

Warum jetzt und nicht später: Das ist die einzige Zahl in diesem ganzen Thema, die sich nicht nachholen lässt. Sobald ihr den Ablauf ändert, ist der alte weg, und mit ihm der Vergleich. Was dann bleibt, ist ein Gefühl. Ein Gefühl überzeugt niemanden, der ein Budget freigibt.

Was du brauchst: eine Stunde und die letzten zehn Durchläufe. Kein KI-Werkzeug, keine Zeiterfassung, kein Messsystem.

Als Tabelle, die selbst rechnet: baseline-blatt.xlsx herunterladen. Gelb ausfüllen, die Zahl unten entsteht von selbst. Wer lieber auf Papier arbeitet, nimmt die Vorlage weiter unten.

Nach zehn Minuten hast du bereits die externen Kosten. Das ist die Zahl, die auf einer Rechnung steht, und bei den meisten Abläufen die erste Überraschung.

Blatt ansehen und kopieren

Zuerst: die vier Angaben, die du brauchst

Wo du sie herbekommst
Wie oft der Ablauf läuft Kalender, Postfach, System: zählen, nicht schätzen
Wer daran arbeitet und wie lange Die letzten zehn Durchläufe durchgehen
Was extern dafür bezahlt wird Eine Rechnung. Fünf Minuten
Ein Stundensatz pro beteiligter Rolle Siehe unten

Zum Stundensatz. Nimm deinen eigenen aus der Kostenrechnung. Wenn ihr keinen habt, ist dies eine gebräuchliche Näherung, keine Tatsache:

Jahreslohn ÷ 1'700 × 1,25

Die 1'700 stehen für die produktiven Jahresstunden nach Ferien, Feiertagen und Abwesenheiten. Die 1,25 für die Arbeitgeber-Nebenkosten. Beide Werte sind Konvention und je nach Firma anders. Wenn du eine eigene Zahl hast, nimm immer die eigene. Eine Zahl aus deiner Buchhaltung kann dir niemand bestreiten, eine Näherung aus dem Internet schon.

Das Blatt

BASELINE: [Name des Ablaufs]                    Stand: [Datum]

Auslöser:      [Wann fängt er an?]
Ergebnis:      [Was liegt am Ende vor, für wen?]
Häufigkeit:    ____ mal pro Monat           → (A)

--- 1. ARBEITSZEIT -------------------------------------------
Rolle              Minuten/Durchlauf    Stundensatz CHF
______________     _______              _______
______________     _______              _______
______________     _______              _______
                                Summe Arbeitszeit CHF ______  (B)
   Rechnung je Zeile: Minuten ÷ 60 × Stundensatz

--- 2. ÜBERGABEN ---------------------------------------------
Anzahl Besitzerwechsel:              ______
Rückfragen pro Durchlauf:            ______
Minuten je Rückfrage (beide Seiten): ______
                                Summe Übergaben CHF ______  (C)
   Rechnung: Rückfragen × Minuten ÷ 60 × Stundensatz

--- 3. EXTERNE KOSTEN ----------------------------------------
Was extern eingekauft wird:  _______________
                                CHF je Durchlauf ______  (D)

--- 4. FEHLER UND NACHARBEIT ---------------------------------
Rückläufer:               ____ von 10 Durchläufen
Minuten je Rückläufer:    ______
                                CHF je Durchlauf ______  (E)
   Rechnung: (Rückläufer ÷ 10) × Minuten ÷ 60 × Stundensatz

--- 5. WARTEZEIT ---------------------------------------------
Durchlaufzeit von Auslöser bis Ergebnis:  ______
Was die Verzögerung kostet:               CHF ______  (F)
   Nur ausfüllen, wenn du es beziffern kannst. Sonst leer lassen
   und daneben schreiben, was du vermutest.

--- QUALITÄT HEUTE -------------------------------------------
Wer prüft am Ende:
Woran erkennt man ein schlechtes Ergebnis:

=== DIE ZAHL =================================================
Pro Durchlauf:  B + C + D + E + F  =  CHF ______
Pro Jahr:       Pro Durchlauf × A × 12  =  CHF ______

--- WAS ICH GESCHÄTZT HABE -----------------------------------
[Ehrlich auflisten. Geschätzte Zahlen sind brauchbar,
 solange man weiss, welche es sind.]
Danach, Beispiele und wenn es nicht gut wird

Ein ausgefülltes Beispiel

Erfundene Firma, damit die Grössenordnungen sichtbar werden. Keine echten Zahlen eines Kunden.

Baseline: Monatliche Auswertung für die Geschäftsleitung

Häufigkeit: 1 mal pro Monat (A = 1)

Arbeitszeit: Sachbearbeiterin zieht Daten aus drei Systemen, 180 Min, CHF 85 → 255. Controller prüft und formatiert, 90 Min, CHF 110 → 165. Geschäftsführer liest und korrigiert, 45 Min, CHF 180 → 135. (B) = CHF 555

Übergaben: 3 Besitzerwechsel, 4 Rückfragen, je 20 Min auf beiden Seiten, gemischter Satz CHF 100. (C) = 4 × 20 ÷ 60 × 100 = CHF 133

Externe Kosten: keine. (D) = 0

Fehler: 3 von 10 Durchläufen gehen zurück, je 60 Min Nacharbeit, CHF 85. (E) = 0,3 × 60 ÷ 60 × 85 = CHF 26

Wartezeit: 6 Arbeitstage vom Monatsende bis zur fertigen Auswertung. Kosten nicht beziffert. Vermutung: Entscheide verschieben sich um eine Woche. (F) leer

Pro Durchlauf: CHF 714. Pro Jahr: CHF 8'568.

Geschätzt: die Minutenangaben und die Rückfragenzahl. Gezählt: Häufigkeit, Rückläufer, Besitzerwechsel.

Was an diesem Beispiel typisch ist: Die Übergaben machen fast ein Fünftel aus, und niemand hatte sie auf dem Schirm. Und die Wartezeit, der wahrscheinlich grösste Posten, steht leer, weil sie nicht beziffert werden konnte. Das ist ehrlicher als eine erfundene Zahl.

Vier Handgriffe, die das Blatt schnell machen

Fang bei den externen Kosten an. Eine Rechnung, fünf Minuten, belegbar.

Zähl die Übergaben mit, nicht die Arbeit. Bei den meisten Abläufen kostet nicht das Tun, sondern das Warten und Nachfragen dazwischen. Es ist der Posten, den fast niemand im Kopf hat. Prüf bei dir, ob das auch stimmt.

Zehn Durchläufe reichen. Du brauchst kein Jahr an Daten.

Wartezeit nur mit Zahl. «Schneller wäre besser» ist keine. «Wir verlieren im Monat zwei Aufträge, weil die Offerte drei Tage braucht» ist eine. Wenn du sie nicht hast, lass das Feld leer und schreib deine Vermutung daneben. Eine leere Zeile mit Vermutung ist mehr wert als eine erfundene Zahl.

Danach

Leg das Blatt weg. Schau es in drei Monaten mit denselben zehn Durchläufen wieder an. Dann hast du zwei Zahlen und musst nichts mehr behaupten.

Nächster Schritt

Allein weitergekommen, und jetzt hängt es? In 20 Minuten zeigst du uns, wo. Wir sagen dir den nächsten Schritt.

20 Minuten Gespräch, gratis